Hirngespinst #3: NIP'AJIN Allein zu Haus

24.11.2012 | #NIPAJIN #Hirngespinst

Nur noch ein Monat bis Weihnachten, wie wäre es da mit einem besinnlichen One-Shot? Vielleicht folgendes Hirngespinst?

Der Filmvorlage rund um Kevin folgend gilt es, das Haus der Eltern, die zu Weihnachten nach Paris geflogen sind, vor zwei Ganoven zu beschützen. Die Charaktere sind Schulkinder im Alter von 8 bis 9 Jahren, die über die Feiertage eigentlich im Internat hätten sein müssen, aber durch eine Verwechslung statt einer anderen Familie ein paar Tage zu früh heimkehren. Ganz so genau muss man das aber mit der Begründung ja nicht nehmen ;)

Jedenfalls kommen sie um 11 Uhr in der leicht verschneiten aber beinahe menschenlosen Nachbarschaft an, tollen den Nachmittag allein im Haus herum, bis sie die zwei Ganoven unabsichtlich beobachten, wie sie die Nachbarschaft im Van auskundschaften und sich laut darüber unterhalten, um 21 Uhr das große Haus da leerzuräumen.

Regeln:

Eigentlich NIP’AJIN, wie es im PDF’e steht. Für die Erschaffung muss jedes Kind lediglich ein Schulfach festlegen, in dem es besonders gut ist, und eines, in dem es besonders schlecht ist – der SL leitet davon dann die Fertigkeiten bei Bedarf ab (i.d.R. +1 oder -1). Gute Kandidaten wären: Mathematik (Konstruieren), Werken (Basteln), Sport, Sachkunde, Malen (Kunst) und Musik.

Der SL sucht bei Google Images nach Grundriss Einfamilienhaus oder Grundriss Villa und wählt ein geeignetes Exemplar als Ort der Handlung. Um 15:00 geht das Szenario los, d.h. 6 Stunden bleiben, um das Haus mit Fallen aller Art zu versehen. Natürlich dürfen die Kids auch Einkaufen gehen, wenn der Keller oder Dachboden manche Hilfsmittel nicht hergibt (was z.B. eine 1 am w6 fair entscheiden kann), müssen dann aber im Laden eine gute Begründung haben, wenn sie einen Kanister Benzin oder eine Axt erstehen wollen.

Um 21 Uhr tauchen im Schutz der Dunkelheit Harry (körperliches-1, geistiges+1) und Marv (körperliches+1, geistiges-1) auf. Sie nutzen als Aktions- und Reaktionswürfel stets den w6 und teilen sich als Widerstandswürfel einen w20 – erst wenn der aufgebraucht ist, geben sie Fersengeld. Gewalt wird wie im Film sehr Comic-haft gehandhabt und äußert sich in blauen Flecken, verkohlten Haaren o.ä., führt aber nie zum Ableben der Gauner. Wird ein Kind überwunden, gilt es als gefangen und muss ggf. erst von den Freunden wieder befreit werden. Die zwei Gauner werden sich relativ rasch aufteilen, d.h. die Kinder müssen an zwei Fronten (Vorder- und Hintereingang) kämpfen. Werden Fallen gestellt, wird die entsprechende Probe erst beim Auslösen der Falle gemacht, der SL notiert daher in der Planungsphase, wer mit welcher Fertigkeit welche Falle aufstellt.

Eine schöne Settingregel gibt es auch noch: jeder Spieler erhält zwei Lollipops. Wedelt er im Spiel wild mit den Armen und ruft dem SL „Whaaaahaa“ entgegen, darf einer davon ausgegeben und eine Probe wiederholt werden. Nicht benutzte Lollipops dürfen nach dem Szenario vom Spieler konsumiert werden.

Bonusziele könnte der SL noch einstreuen, in dem man dem grimmigen Nachbarn hilft, oder bei der Einkaufstour noch ganz nebenbei andere Einwohner der Kleinstadt glücklich macht.

Alles weitere wird einfach improvisiert…

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